Eine Sammlung von Spielen, die ihr ohne großen Aufwand in euren Gruppen einsetzen könnt, z. B. wenn euch das Wetter einen Strich durch die Planung macht.
Vorbereitung: Alle Teilnehmer sitzen im Kreis. Der Reihe nach ist jeder Zweite gekennzeichnet, z. B. durch hochgekrempelte Ärmel. Ein Platz bleibt leer. Vier Plätze werden besonders hervorgehoben, z. B. Tisch oder Sofa verwenden. Jeder Teilnehmer schreibt seinen Namen auf einen Zettel und wirft diesen in ein Gefäß. Anschließend zieht jeder einen Namen aus dieser Sammlung. Der gezogene Name ist geheim zu halten.
Ablauf: Der Spieler, dessen rechter Platz frei ist, beginnt. Er wünscht sich eine Person durch beliebige Nennung eines Namens auf diesen freien Platz. Dabei gelten die Namen, die durch die Zettel zugewiesen wurden. Es wird ein anderer Platz frei. Derjenige, der nun seinen rechten Platz frei hat, darf sich jemand wünschen... Gewonnen hat das Team, welches das Sofa oder den Tisch zuerst mit 4 Mitgliedern voll besetzt hat.
Material: Papier, Stifte, Gefäß.
Vorbereitung: Ein Teilnehmer steht als Blinder mit verbundenen Augen im Stuhlkreis. Alle anderen sitzen still als Stuhlkreis drum herum.
Ablauf: Der Blinde sucht sich ein Opfer und setzt sich auf dessen Schoss. Mit 'Hänschen pieps einmal' fordert er sein Opfer auf, einen Laut zu geben. Das Opfer versucht, beim Piepsen seine Stimme zu verstellen. Kann der Blinde den Namen des Opfers nennen, so werden die Rollen getauscht. Bei Nennung eines falschen Namens sucht der Blinde ein neues Opfer. Nach einem Rollenwechsel werden die Plätze bunt gewechselt.
Material: 1 Geschirrtuch
Vorbereitung: Alle sitzen an einem Tisch.
Ablauf: Zwei Teilnehmer, die sich möglichst genau gegenübersitzen, beginnen zu würfeln. Fällt eine 6, so geht der Würfel an den linken Nachbarn, der nun eine 6 würfeln muss. Wer beide Würfel vor sich hat, kommt einen Minuspunkt (z. B. ein Streichholz).
Tipps: Das Verwenden von Würfelbechern erschwert das Mogeln (legen von Zahlen). Bei großen Gruppen kann mit mehr Würfeln gestartet werden (maximal jeder Vierte).
Material: 2 Würfel, (2 Becher)
Vorbereitung: Etwa im Abstand von 4 m werden zwei Stühle aufgestellt, welche die Tore darstellen. In der Mitte der Spielfläche liegt das Scheuertuch. Jeder Mitspieler erhält eine Startnummer und jede der beiden Mannschaften einen Stuhl zugewiesen. Durch dessen Beine ist von vorne das Scheuertuch mit dem Stielende des Schrubbers zu schießen. Die Füße dürfen hierzu nicht eingesetzt werden. Als Hockeyschläger eignen sich Schrubber, Stöcke o.ä.
Ablauf: Der Mitarbeiter ruft eine Nummer auf. Die beiden Spieler mit dieser Nummer greifen den Stock ihrer Mannschaft. Mit ihm rennen sie zur Mitte, von wo aus sie versuchen, einen Punkt für ihre Mannschaft durch Torschuss zu erreichen. Es gewinnt das Team mit den meisten Punkten.
Material: 2 Schrubber/Stöcke, 1 Scheuertuch
Tipp: Das Spiel ist als Mannschaftskampf nacheinander oder als Turnier im KO-System spielbar. Je zwei Krebse kämpfen dabei gegeneinander.
Ablauf: Die beiden Krebse (Teilnehmer) bewegen sich auf Händen und Füßen mit dem Rücken zum Boden. Verloren hat, wer mit dem Hinterteil zu Boden geht. Es darf mit dem Körper geschupst und mit Händen/Füßen gezogen werden. Schlagen und Schupsen sind mit Händen und Füßen verboten.
Vorbereitung: Es werden 2er-Teams gebildet. Bei mehr als 12 Spielern sollten diese auf mehrere Runden verteilt werden. Alle Teams erhalten 2 Kegel (z. B. leere Plastikflaschen mit etwas Wasser gefüllt).
Ablauf: Es gilt, die Kegel zu beschützen. Das 2er-Team, welches keinen stehenden Kegel mehr besitzt, ist raus (Spielfeld verlassen). Parallel zum Beschützen versuchen die Mannschaften die Kegel der anderen mit dem Ball umzuschießen. Flaschen, die von anderen Mannschaften mit dem Fuß umgekickt wurden, dürfen wieder aufgestellt werden. Gewonnen hat die Mannschaft, die am Ende noch stehende Kegel hat.
Tipps: In Räumen Kunststoffball oder Schaumgummiball verwenden. Gefallene Kegel möglichst zügig einsammeln. Auch mit 3er Teams und 3 Kegeln spielbar.
Material: Kegel/Flaschen, Ball
Vorbereitung: Zwei Gruppen sitzen sich als gerade Reihe gegenüber, in der Mitte ist eine Schnur gespannt.
Ablauf: Es muss versucht werden, den Luftballon so zu schlagen, dass er hinter den gegnerischen Teilnehmern den Boden berührt, was einen Punkt für die eigene Mannschaft gibt. Der Luftballon darf mit allen Körperteilen geschlagen werden, das Hinterteil muss aber immer den Boden berühren. Es darf nicht nach hinten gekrabbelt werden.
Tipps: Es können auch alle Bodenberührungen als Punkt für die Gegner gewertet werden. Mit mehreren Luftballons kommt noch mehr Bewegung ins Spiel.
Material: Schnurr, Luftballons
Vorbereitung: Alle sitzen im Stuhlkreis. Der Mitarbeiter zieht Karten vom (gut gemischten) Kartenstapel und zeigt jedem eine Karte.
Ablauf: Der Mitarbeiter zeiht weiter Karten vom Stapel und nennt laut Farbe (Elfer raus, Uno, …) oder Symbol (Skat, …). Teilnehmer mit entsprechender Farbe rutschen einen Stuhl weiter im Uhrzeigersinn. Es werden weder leere noch besetzte Stühle übersprungen. Wer einen anderen Teilnehmer auf dem Schoß hat, darf nicht weiter rutschen. Gewonnen hat, wer als Erster einmal im Kreis herum ist.
Tipp: Kommt eine Farbe mehr als zweimal hintereinander, so sollte man die Karte überspringen (vorher ankündigen!).
Material: Kartenspiel (Elfer raus, Uno oder Skat)
Vorbereitung: Alle Teilnehmer sitzen im Kreis, einer steht in der Mitte. Alle bekommen einen Fantasienamen (ziehen oder gemeinsam wählen). Die Fantasienamen der Teilnehmer werden mehrmals genannt. Der Spieler in der Mitte erhält eine Art Baseballschläger aus Zeitungspapier.
Ablauf: Ein sitzender Spieler beginnt mit der Nennung eines der Fantasienamen. Der Spieler in der Mitte muss versuchen, den Inhaber des Fantasienamens mit dem Papierschläger auf den Oberschenkel zu schlagen, bevor dieser einen anderen der Fantasienamen genannt hat. Wer regelgemäß geschlagen wird, muss mit dem Spieler in der Mitte tauschen und bekommt einen der Fantasienamen vom ehemaligen Mittelspieler genannt. Wer den Fantasienamen von sich selbst, des Mittelspielers oder desjenigen, der seinen genannt hat, nennt, muss ebenfalls mit dem Mittelspieler tauschen.
Tipp: Auch für Kennenlernabende geeignet, dann jedoch ohne Verteilung von Fantasienamen.
Material: Baseballschläger aus Zeitungspapier
Vorbereitung: Alle sitzen an Tisch, jeder erhält 3 Streichhölzer.
Ablauf: Ein Würfel geht im Uhrzeigersinn umher. Bei 1 geht ein Streichholz an den linken Nachbarn, bei 2 in die Tischmitte, bei 3 an den rechten Nachbarn. Bei 4, 5 oder 6 wird nochmals gewürfelt. Wer momentan kein Streichholz mehr hat, bleibt im Spiel, darf aber nicht mehr würfeln. Wer das letzte Streichholz in die Mitte legt, hat gewonnen.
Tipp: Bei großen Gruppen kann mit mehreren Würfeln gestartet werden (maximal jeder Sechste).
© 2010 Mathias Knorr