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Tipps für eine packende Andacht

  • Fasse dich beim Vorlesen oder Erzählen ehr kurz (5 bis 10 min). Die Aufnahmefähigkeit von Kindern und Jugendlichen ist (vor allem nach einem langen Schultag) stark begrenzt.
  • Versuche nicht, mehrere Aussagen in einer Andacht unterzubringen, sondern konzentriere dich auf eine Kernaussage.
  • Erzähle möglichst plastisch (Personen und Ort den Teilnehmern nahe bringen). Nutze deine Stimme, um Ereignisse und verschiedene Personen hervorzuheben.
  • Verwende Beispiele aus der Lebenswelt der Teilnehmer (Situationen, die einige schon selbst erlebt haben; aktuelle Film- und Romanhelden; Sportereignisse, …). Oft werden Gleichnisse von Acker und Sauerteig erzählt, während die Zuhörer ihr Brot aus dem Supermarkt beziehen…
  • Beginne mit einem Aufhänger (z. B. Gruppenspiel, Anspiel, Lied, Gegenstand, Bild, Geschichte).
  • Versuche mehrere Sinne anzusprechen (z. B. Hören, Sehen, Riechen, Fühlen) oder binde die Teilnehmer aktiv ein (z. B. Spielen, Basteln, Rätseln, Experimentieren).

Was du unbedingt vermeiden solltest

  • Vergraule die Kinder und Jugendlichen nicht mit einem Vokabular, dass heute keiner mehr spricht („Gehet hin“, „Bleibet ewiglich“, „gebenedeit“). Zeitgemäße Sprache bieten u. a. „Gute Nachricht“, „Hoffnung für alle“ und „Neues Leben“.
  • Wiederhole am Ende nicht die komplette Andacht, sondern nur die Kernaussage.
  • Sei um jeden Preis ehrlich, die Teilnehmer bemerken Scheinheiligkeit in den meisten Fällen („Als Christ brauche ich keinen Alkohol“). Den perfekten Christen gibt es nicht!
  • Die beste Andacht bringt nichts, wenn dich keiner versteht: Sprich nicht zu schnell, nuschel und flüster nicht, verwende keine Fremdwörter und lass deine Andacht nicht von Hintergrundgeräuschen übertönen.

Schlussgedanken

  • Christliche Jugendarbeit will junge Menschen zur Nachfolge Jesu Christi einladen. Ohne Verkündigung wäre sie wie ein Fußballverein, der aufgehört hat, Fußball zu spielen! Ein genereller Andachtszwang führt jedoch schnell zu einer verkrampften Atmosphäre. Es sollte aber immer unser Ziel sein, die Andacht als selbstverständliches Element in die Gruppenstunden zu integrieren.
  • Ohne Vorbereitung geht gar nichts! Lies den Text vorher mehrmals durch und streiche ggf. nichtssagende, eintönige Passagen.
  • Was wissen wir über Personen, Ort und Zeit? Welche Begriffe müssen wir erklären? Was ist die Kernaussage des Textes?
  • Andacht ist für die übrigen Mitarbeiter keine „freie Zeit“! Sie verteilen sich in der Gruppe und sorgen für Ruhe.